- Friedenskonzert

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Patinnen
Aliza Vitis-Shomron wurde in Warschau in eine wohlhabende Kaufmannsfamilie geboren, in der sich jüdische Tradition mit polnischer Kultur vermischte. Im September 1939, als die Nazis ihre Terrorherrschaft in Europa begannen und in Polen einmarschierten, war sie elf Jahre alt. In ihren Tagebüchern - heimlich auf Papierschnipsel geschrieben, die sie während des gesamten Krieges aufbewahrte - beschrieb sie die Geschichte ihrer Familie, die im besetzten Warschauer Ghetto ums Überleben kämpfte. Diese Tagebücher und späteren Schriften bildeten die Grundlage für ihre Memoiren. Mitglied von Hashomer Hatzair, der bekannten Jugendbewegung im Warschauer Ghetto, zu werden, gab Aliza Hoffnung und ermutigte sie, um ihr Überleben zu kämpfen. Sie nahm auch an der Jewish Fighting Organisation teil.

Der Warschauer Ghetto-Aufstand von 1943 war der erste großangelegte Aufstand gegen die Nazis in Europa und der größte Einzelakt jüdischen Widerstands während des Holocaust.
Am 17. April 1943, zwei Tage vor dem Ausbruch des Aufstandes, flüchtete Aliza, wie von ihrer Organisation gefordert, aus dem Ghetto und suchte Schutz vor der Invasion der Nazis und der endgültigen Verbrennung des Ghettos. "Du bist zu jung, um zu kämpfen und jemand muss am Leben bleiben, um unsere Geschichte zu erzählen", war die Botschaft von Rut Heiman, der Verbindungsfrau zum Kommandanten des Aufstands, Mordechai Anielewicz.

Als Folge einer außergewöhnlichen Serie von "Wundern" gelang es Aliza, nach dem Transport in das KZ Bergen-Belsen zu überleben. Sie war unter denen, die von amerikanischen Truppen befreit wurden, und seitdem hat sie die Geschichte erzählt.

Im September 1945, im Alter von 17 Jahren, kam sie nach Israel und wurde Mitglied eines Hashomer Hatzair Kibbuz, studierte Psychologie und Erziehung. Sie heiratete und bekam drei Kinder. Inzwischen hat sie sieben Enkelkinder und fünf Urenkel.

Aliza gehört zu den letzten Überlebenden des Warschauer Ghettos, die dessen Geschichte erzählen. Sie referierte leidenschaftlich über den Aufstand und ihre legendären Anführer auf der ganzen Welt und begleitete zahlreiche Jugendgruppen bei ihren Besuchen in Polen. Im Jahre 2002 veröffentlichte sie ihre Memoiren. Das Buch "Jugend in Flammen" wurde bereits auf Ungarisch, Polnisch und Hebräisch veröffentlicht.

Die heute Neunzigjährige lebt im Kibbuz Givat Oz im Norden Israels und erzählt weiter ihre Geschichte.





 
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